Kategorie: Allgemein

8. Juni Von Jiayuguan nach Dunhuang

382 km – bis auf Pannennachsorge nichts neues

Gesamtkilometer: 2.726 km

Was für ein Morgen. Nicht zu vergleichen mit dem gestrigen grauen Himmel. Damit dürfte es zwar wärmer werden. Aber der Blick auf die Stadt mit den Bergen dahinter entschädigt. Man sieht hier die Quilian Mountain mit Bergen über 5.000 m Höhe. Die Stadt selbst liegt auf ca. 1.700 m.

Um zu wissen, was am Motorrad gemacht wird, haben wir den Vormittag bei den Mechanikern verbracht.

Die beiden haben es gut hinbekommen. 2 neue Reifen, die Bremsenfedern und eine Speiche repariert. Das ganze für 600 RMB. Nach dem ersten Ölwechsel für 120 RMB, der Haupständerreparatur für 10 RMB und Ölwechsel in Ejin für 10 RMB ganz annehmbare Kosten.

Danach ein erneuter Versuch um nach Dunhuang zu kommen!

Raus aus der Stadt, mit der Alternative, entweder National Road mit vielen LKWs und Baustellen oder neuer Autobahn, haben wir uns für die Autobahn entscheiden. Eigentlich dürfen auch in der Gansu Provinz keine Motorräder Autobahnen nutzen, aber so lange man an den Schranken vorbeikommt, wird es geduldet. Na ja, mit dem Beiwagengespann musste ich die Schranke über den Rückspiegel heben. Aber es hat geklappt.

Immer weiter gen Westen, wurde die Landschaft flacher und die letzten 50 km auch immer wärmer. Von Anfangs 28 C bis auf 36 C.

Zwischendurch sind wir an der Melonen Stadt vorbeigekommen, wo viele Melonen angebaut werden. Auch auf dem Parkplatz an der Autobahn wurden dementsprechend Melonen angeboten.

Dunhuang ist eine Oase. Im wahrsten Sinne: man kommt aus der Wüste an die Stadt und auf einmal alles grün. Dunhuang ist eine Kleinstadt aber sehr nett.

Es gibt einen Nachtmarkt, wo man gut lokal Essen gehen kann.

Auffallend ist, dass mit dem Weg nach Westen, die Abenddämmerung ca. 1 h später als in Beijing eintritt.

7. Juni Von Jiayuguan nach Jiayuguan ?

Eine richtige Panne heute, die viel Zeit gekostet hat.

Nur 35 km

Gesamtkilometer: 2.344 km

Auf der Seidenstraße angekommen, ist Jiayuguan der westlichste Posten von China gewesen. Von hier aus hat man die wilden Horden der anderen asiatischen Völker bekämpft oder unterstützt. Eine Festung, als Teil der chinesischen Mauer diente hierzu als Basis.

Der Standort, denn zwischen zwei Berg hören konnte eine Quer Mauer gebaut werden die alle am eindringen nach China gehindert hat. Die Anlage aus Lehmziegeln soll weitgehend dem Ursprung entsprechen, da es so trocken sei. Na ganz glaube ich es nicht.

Es sollte eigentlich weiter Richtung Dunghuan gehen, doch hat ein Reifenschaden am Hinterradd die Planung umgeworfen. Auf der Fahrt aus der Stadt heraus hat es auf einmal geknallt (wie eine Fehlzündung) und der Reifen war platt. Hätte ich richtig nach dem Profil geschaut, hätte ich es mir denken können. Na ja, gelernt, dass die Reifen nur 2.000 km halten.

Hilfsbereite LKW Fahrer haben unbedingt mit Handanlegen wollen, aber nur teilweise sinnvoll unterstützen können.

Das Problem war, die Achse herauszubekommen und außerdem waren die Rückholfedern der Trommelbremse gebrochen. Die hatte uns der Beijinger Dealer nicht mitgegeben. So hat Leo Hilfe geholt, inklusive zweier Reifen. Die der Reifengröße nach auch in China selten zu bekommen sind.

Leider war der rechte Stoßdämpfer verklemmt, so dass die Achse nicht einfach eingeführt werden kann. So hat ein Mechaniker, den Leo gefunden hat, dies versucht vor Ort zu reparieren. Leider ohne Erfolg. Notdürftig geflickt mit einem Schlüsselring, bin ich dann zu seiner Werkstatt gefahren.

Damit werden wir noch einmal in Jinquan übernachten.

und hatten doch noch Spaß.

Denn der Mechaniker stellte sich als begeisterter Moto-Cross Fahrer heraus, der mit seinen Freunden zum Abend noch auf seine eigen Bahn wollte. Wir waren eingeladen und so konnte ich noch kleine Runden drehen.

Wir haben uns mit der Einladung zum Abendessen revanchiert.

6. Juni Von Ejin Banner nach Jiayuguan

418 km ( keine wirkliche Panne)

Gesamtkilometer: 2.319 km

Heute bin ich auf die Seidenstraße eingebogen! Aber der Reihe nach:

Los ging es nach gutem Frühstück in Ejin Banner. Packen und wie immer war eher die CJ die Attraktion als die Ducati. Vom Hotel aus zum Tanken und danach Richtung Süden. Ejin Banner war bisher der nördlichste Punkt. Nun zunächst nach Süden, um dann wieder westwärts zu fahren.

Der Morgen war sehr angenehm mit 25 Grad. Außerhalb der Stadt hat man dann die dunkle Wolke vor uns gesehen, was Sand war. Zum eine gut, da es so maximal 29-30 C hatte. Andererseits war Sand in der Luft, der überall durch kam.

Aber zuerst ging es in die Black City. Eine wiederentdeckte chinesische Anlage in der Wüste, wo 1200 die Grenze zur Mongolei gesichert wurde.

Wir waren die einzigen Besucher am Vormittag und konnten uns fast frei bewegen. Es waren keine Aufpasser vor Ort, doch mit Kamera und Lautsprecher wurde klar gemacht, wo man hin darf.

Nach einem ausführlichen Rundgang ging es dann weiter. Knapp 250 km durch wirkliche Wüste. Flach und kahl. Nichts zu sehen. Bis auf das Kosmodrom Jiuquan, wo wir nach ca. 150 km vorbeigekommen sind. Dort ist heute Nacht eine Rakete mit einem Wettersatellit gestartet, doch darf man da als Ausländer nicht hinein. Na immerhin war es eine Abwechslung am Horizont.

Weiter gen Süden ging es dann von der Wüste an einem Flusslauf in Grün über. Bis wir dann auf die Seidenstraße in Richtung Westen eingebogen sind.

Bis nach Jiayuguan ging es recht zügig, so dass wir noch mit Tageslicht gut zum Hotel gekommen sind und am Horizont die schneebedeckten Berge des gesehen haben.

Die Fastpannen, waren ein lockeres Blech über dem Kardanantrieb, was mit einem 10er Ringschlüssel schnell zu beheben war. Leos wieder einmal lockerer Lenker und mein kaputter Reißverschluss an der Motorradjacke.

5. Juni In und um Ejin Banner

127 km – keine Panne

Gesamtkilometer: 1.901 km

Heute war geplant ein ruhiger Tag. Nach dem Frühstück sind wir zum Juyanhai See gefahren.

Vorher wollte ich aber die Populus Bäume ansehen. Nur der Park war geschlossen. Er öffnet erst wieder vom 26. August bis 30. Oktober.

Dorthin gab es wieder eine wunderbare Straße, die bis auf ein paar LKWs nicht befahren war. Die Straße führt weiter in die Mongolei, was nur so 30km entfernt ist. Damit gibt es auch schon auf den chinesischen Straßenschildern kyrillische Schriftzeichen.

An einer Mautstelle angekommen, musste Lwo zwar nichts zahlen, da er an der Schranke vorbeikommt. Ich aber schon. Doch war sich der Kassierer nich sicher und hat lieber noch einmal nachgefragt. Das staute dann doch einige LKW, die aber nicht wild hupten, sondern nach vorne kamen, um zu schauen, was da los ist. Letztendlich musste ich 15 RMB für die 60km zahlen.

Näher zum See hin, Wurde das Licht auf einmal komisch. Aber es war kein Nebel, sondern Sandsturm. Der Helm mit Visier hatte auf einmal eine ganz neue Berechtigung.

Am See angekommen haben wir sofort gemerkt das Nebensaison ist. Es war nichts los. Der Torwärter hat von uns das Eintrittsgeld verlangt uns aber direkt an den See fahren lassen. Normalerweise lässt man das Auto draußen stehen, um dann mit einem Elektrofahrzeug oder zu Fuß zu kommen.

Der ganze See ist künstlich vor über 2.500 Jahre angelegt worden, um die Soldaten an der Grenze zur Mongolei zu versorgen. Ein ca. 800km länger Kanal leitet das Wasser dort hin. Erstaunlich.

Heute sorgt es für Hoch- und Tiefdruckgebiete, Sonya’s zur einen Seite das Wetter schön und ruhig war. Zur anderen Seite Sandsturm und dunkel.

Danach sind wir zurück nach Ejin Banner um Ölwechsel machen zu lassen. Außerdem hatte sich Leos Lenker etwas gelockert. Auf der Fahrt zum See hatten wir den Shop bereits gesehen, so dass wir den Chef aus seinem Mittagsschlaf gerissen haben.

4. Juni Von … nach Ejin Banner

465 km keine Panne (aber mein Navi will nicht mehr)

Gesamtkilometer: 1.774 km

Das erste mal seit 4 Tagen schwarzen Kaffee zum Frühstück. In den Hotels gab es immer nur gesüßten Milchkaffee. Hier dagegen Nescafé.

Es dauerte ein bisschen bis wieder alles verladen war. Der starke Wind machte es nicht gerade einfach.

Zurück auf der Hauptstraße, kamen wir recht gut voran. Nur bei jeder Brück war eine Baustelle, wo wir von der Straße in den „Graben“ Off-Road mussten.

Die CJ lässt sich da recht schwierig lenken und die Federn sind leicht überfordert.

Da wir weiter bis Ejin Banner wollen, haben wir entschieden einige Kilometer auf der Autobahn zu fahren, da die Durchschnittsgeschwindigkeit recht gering auf der National Road ist. Eine Autobahn mit keinem Verkehr mitten in der Wüste. LANGWEILIG. Aber man kommt voran.

Die Autobahn ist eigentlich für Motorräder gesperrt, doch hat Leo es geschafft, dass wir an der Schranke vorbeigekommen sind. Die Autobahn ist niegelnagelneu ohne Löcher und kein Verkehr. Auf 50km maximal 10 LKWs und 5 PKWs.

Die Landschaft rundherum hat sich immer wieder verändert. Mal Felsen, mal nicht. Mal rot mal grau, aber immer Wüste. So mit 34-36°C gut auszuhalten.

In Ejin Banner sind wir in einem Hotel, wo eigentlich Gäste im Herbst herkommen, da sich dann die Popolus Euphratica schön färben würden. Mal morgen sehen, wie diese in grün aussehen.

Zum Abendessen gab es Kamelfleisch und Bier. Gut nach so einem Tag!

3. Juni von Bayannur nach…

203 km – keine Panne

Gesamtkilometer: 1.309 km

Wie gewohnt: Aufstehen, Frühstück im Hotel, danach packen, aufsatteln und los. Da wir heute in die Wüste wollen, müssen wir vorher aber noch einkaufen.

Also auf in den nächsten Supermarkt. Ohne Leo wäre ich verloren. Die Produkte sind fremd und unbekannt. Außerdem nicht zu lesen für mich. Erstaunlich die große Anzahl von Bedienungen. Nur mal fragend schauen, schon war jemand bei uns.

Wasser, Hammelfleisch, Nudeln, Salz und Instant Kaffe für morgen früh.

Dann aber wirklich los. Raus aus Bayannur war wie gewohnt, Autos, Mopeds, Freiräder von rechts und links. Keiner schaut wo und wie jemand der Vorfahrt hat fahren wird.

Nach ca 1,5h sind wir dann tatsächlich in die Wüste gekommen. Unglaublich schön.

Eigentlich ging es ziemlich langsam. Erst Landwirtschaft und dann mit einmal nur Sand. In der Ferne könnt man dann die Berge sehen.

Noch einmal tanken. Den Reservekanister füllen und longwayround Feeing pur.

Enge Felsentäler und dann eine Hochebene mit Düne , schlechten Straßen und Baustellen. Aber niemals vorher in Wirklichkeit dies gesehen. Es wirkt anders als im Fernsehen.

Was uns am vorab kommen gestoppt hat, waren zwei Strassenbaustellen. An der ersten würde uns beim Vorbeikommen geholfen. An der zweiten steckten wir fest.

Da es keinen Weg drumherum gab, haben wir das Abendessen vorgezogen. Auf dem Kocher Fleisch und Nudeln gekocht.

Auch später war es nicht einfach. Die Strassenbaumaschine, nicht die im oberen Bild, hat kontinuierlich weiter gearbeitet. So könnten wir nur durch den Straßengraben daran vorbei. Wunderbar im Sand eingesunken, war es harte Arbeit da heraus zu kommen. Mit Hilfe der Strassenbauarbeiter ist es gelungen. Die CJ ist einfach SCHWER.

Nach noch einmal knapp 45 min Fahrt, haben wir nach einem Übernachtungsplatz Ausschau gehalten. Hat zwar etwas gedauert, nun sind wir aber ca. 1km von der Straße entfernt. Perfekt. Absolute Ruhe und Sterne. Wie man es sich wünscht.

2. Juni Von Baotou nach Bayannur

264 km – keine Panne

Gesamtkilometer: 1.106 km

Frühstück wie immer, aber es gibt geschabte Spätzle.

Die Motorräder standen gut bewacht vor dem Hotel und der morgendliche Ölcheck wurde gleichfalls bewacht.

Dann geht es los.

Packen aufsatteln und ab. Aber erst noch Gas für den Campingkocher kaufen, da es den wiederum in Beijing nicht gibt. Kocher zwar…

Weiter Richtung Westen auf der G110, wo leider wieder jedemenge rote LKWs unterwegs waren. Nach ca. 150km sind wir dann südwärts abgebogen und wow – waren am Gelben Fluss.

Die Farbe passt. Heute war es eher bewölkt, hochnebelig, so dass es eher braun war. Aber die Weite bis zum besten Ufer war erstaunlich.

Auf dem Hochwasserschutzdamm konnten wir dann über 100km entlang dem Flusslauf fahren, obwohl man diesen nicht gesehen hat. Im Schwemmland waren die Bauern am Reis anbauen und Schafe hüten.

Bayannur selbst, wieder typisch Chinesisch. Riesige Straßen und typische Hochhäuser. Nichts zu spüren von Mongolen in Jurten.

1. Juni von Ulanquab nach Baotou

487 km – zwei Pannen

Gesamtkilometer: 842 km

Frühstück als wichtige Stärkung gab es im Hotel. Das Buffet war reichhaltig, mit allem was man in China am Morgen isst. Eigentlich eher ein Mittagsmenü aus unserer Sicht. Leider gab es keinen schwarzen Kaffee, sondern nur Instantkaffee mit Milch und Zucker.

Nach dem Start vom Hotel sind wir zuerst nach Ulanquab in die Stadt zu einem Automechaniker gefahren. Dort gab es für die CJ einen Ölwechsel für 120 RMB inkl. Öl. Nach den ersten 500 km sollte man diesen wohl machen. So mag es der deutsche Umweltschutz sicherlich nicht:

Richtung Norden ging es dann zu erloschenen Vulkan. Diese wurden wohl im National Geographic in China erwähnt, so dass Leo diese sehen wollte. Wirklich sehr interessant, richtige Vulkankegel mit Krater und Bimsstein.

Auf dem Weg dahin hat der Pannenteufel zugeschlagen. An jeder Ortseinfahrt gibt es große Eisenschwellen, so dass man tatsächlich langsamer fährt. Leider hatte ich diese wohl heute Früh einmal zu schnell angegangen. Da die ganze CJ federt, hat es dabei die Feder vom Rückstellhebel der Fußbremse gelöst und der Hauptständer verzogen.

Die Reparatur hat Zeit gekostet, wobei der Haupständer Hilfe gebraucht hat. Ganz so Ratlos waren die drei nicht, denn mit großem Hammer war nachher alles wieder gerichtet. Diese Reparatur hat ca. 30 min gekostet und 10 RMB.

Bei ziemlich warmen Temperaturen sind wir vorher aber auf den Vulkankrater gestiegen und hatten eine wunderschöne Aussicht über diese geniale Landschaft.

Weiter Richtung Westen sind wir über ein Plateau gekommen, dass mit 2.700m meine Vorstellung übertroffen hat.

Da wir bis Baotou kommen wollten, war der Nachmittag und Abend mit straffen Streckemachen gesetzt.

Wir waren auf der NationalRoad geblieben, da Motorräder nicht auf die Autobahn dürfen. Ziemlich blöd, da wir Sonderschau Hohot (Provinzhauptstadt) fahren mussten. Wieder eine typische chinesische Stadt. Und dieses Tankproblem. Zum Teil wird man weggeschickt oder man darf an die Ecke gehen, um dort mit Kanister Benzin einzufüllen. Merkwürdig!

Von Hohot bis Baotou waren unglaublich viele LKW unterwegs. Schnell, langsam, dreckig, rücksichtslos: also so wie man es sich nicht wünscht.

Spät, aber sicher angekommen sind wir im Hotel mitten in Baotuo. Gesehen habe ich davon noch nicht, aber BBQ gegessen. Lamm, Schwein, Huhn, Tofu und Aubergine.

31. Mai 2018 Von Beijing nach Ulanquab

355 km – keine (wirkliche) Panne

Gesamtkilometer: 355km

6 Uhr Wecker Im Hotel packen

Auschecken packen,

es ist Leos erster Trip mit Gepäck für mehrere Tage

dann per Taxi zum CJ Shop

Dort, meine CJ packen.

Geplant ist, von Beijing durch die Provinz Hebei nach Ulanquab in der inneren Mongolei zu fahren.

Es geht los! Wie häufig darüber gesprochen, nachgedacht und gefreut?

Um voran zu kommen, Autobahn, wo Mautpflicht besteht. Also 40+70 RMB bezahlt. In der inneren Mongolei darf man nicht mit dem Motorrad auf die Autobahn, wo wir dennoch waren und so an den Schranken vorbei dürften gar nicht so einfach mit Beiwagen.

über den 6. Autobahnring ging es vom CJ Händler / Hersteller/ Restaurator Richtung Westen, um dann weiter nach Nordwesten auf der Autobahn die an der Chinesischen Mauer entlang führt aus dem Großraum Beijing herauszukommen.

Eine Herausforderung ist immer wieder das Tanken. Es gibt zwar Tankstellen, doch müssen Motorradfahrer und nur Motorradfahrer bei jedem Tankvorgang Fahrzeug- und Führerschein vorzeigen, der registriert wird. Dies alles um Missbrauch von Benzin zu verhindern.

Die Steigerung gibt es dann in der inneren Mongolei, eine chinesische Provinz, nicht der Staat, wo Motorradfahrer nicht an den Zapfsäulen tanken dürfen, sonder ihr Benzin im gestellten Kanister abholen müssen. Nicht gefüllt werden können Ersatzkanister.

Na ja, auf der Autobahn zwischen Zhangjakou und der Grenze zur Inneren Mongolei ruckelte meine CJ. Mmm, sollte das die erste Panne sein. Nachdem sie abgestorben auf dem Pannenstreifen ausgelaufen ist, habe ich überlegt. Kraftstoff? Reservehahn, Blick in den Tank, tatsächlich leer. Gut vorbereitet war aber eine Pumpe zur Hand, so dass ich aus Leos Ducati 1,5 Liter Benzin gepumpt habe und weiter fahren konnte.

Ansonsten läuft die CJ prima. Klar, ein Konstruktionsjahr um 1930 und Baujahr aus den 1980ern hat so Probleme. Gasannehmen, Höchstgeschwindigkeit, Bremse, Bergauffahren mit Vollgas …. aber es klappt.

Ziel war Ulanquab, eine Stadt in einer grünen Steppenlandschaft. Ca. 1.500 m über Meereshöhe. Ein Neubauteil, überdimensioniert und im typischen Chinastil. Altstadt ebenso.

Interessant sind die Leute, eben Mongolen, die anders sprechen und auch noch einmal andere Schriftzeichen auf den Straßenschildern verwenden. Zumindest ist der Verkehr weniger hektisch als in Beijing.

Abendessen gab es typisch mongolisch? mit Hammelfleisch und gekochtem Tofu.

30. Mai Reisevorbereitung in Beijing

Erst Geschäftstermine, danach Reisevorbereitung.

Zum Ducati Händler, um alle mitgebrachten Teile montieren zu lassen.

Dann mit Yamaha Roller zum China Mobile Shop um Sin Karte zu kaufen

Danach zum CJ Dealer. Motorrad war vorbereitet, um zu starten.

Proberunde mit 80km.

Direkt nach den ersten 8 km erster unfreiwilliger Stop. Die Sicherung der Fahrzeugelektrik hat ausgelöst. Warum? Keine Ahnung zu dem Zeitpunkt.

Wir waren auf der Strecke Richtung Nord-Osten, wo wir letzten Herbst waren.

Leo war mit dem Yamaha Roller unterwegs und dann passierte das, was nicht passieren soll: ein Bauer auf seinem motorisierten Gefährt hat ihn beim überraschenden Linksabbiegen übersehen. Zum Glück, „nur“ Kratzer an den Händen und am Roller. Was uns aber daran erinnert, vorsichtig zu sein.

Zurück beim Dealer, erklärt, was noch zu reparieren ist und dann per abenteuerlicher Fährt zu zweit auf Leos Ducati zurück ins Hotel.

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