23. Von Odessa nach Galati

23. Tag – 20. April 2010
Von Odessa nach Galati 364 km
Gesamtkilometer: 8.896 km

Wartezeit an den Grenzen: 52 Minuten,
davon Min. 13 UA 25 MD, 10 MD, 4 RO

Ein ausgiebiges Frühstück im Hotel und danach ein Stadtbummel durch Odessa, so hat der Tag angefangen.

Leider hat dann auch nach 10 Minuten der Regen eiingesetzt, der mich dann den ganzen Tag begleitet hat.Wie gestern schon festgestellt, ist Odessa ganz nett. Maximal dreistöckige Häuser bilden das Staddtzentrum, die zum Teil schön renoviert sind. Highlights Odessas sind das Theater und die Potemkinsche Treppe.
Auffällig zu den bisher in der Ukraine getroffenen Menschen war, dass diese soweit freundlich und höflich waren. Das kann ich von denen in Odessa nicht behaupten.

Erst gegen Mittag checke ich aus dem Hotel aus und suche mir meinen Weg aus Odessa heraus. Dies stellt sich nicht so einfach dar, denn, Ihr ahnt es schon, in Odessa gibt es auch keine Vorwegweiser. Hinzu kommt noch, dass es ein cleveres System gibt. Es werden keine Ortsnamen angegeben. Nur Zahlen für die Orte wo man hin will. Gestern beim reinfahren nach Odessa habe ich mir schon so etwas gedacht, da es eine Tafel gab, wo von Süd, West, Nordrichtung jede Stadt eine Zahl hatte. Da ich Richtung Sueden nach Illichivesk wollte, musste ich also eine“1″ finden. Bei Regen und knöcheltiefen Pfützen auf den Strassen gar nicht so einfach.

Nach Illichivesk bin ich der Küste gefolgt. Gestern hatte ich noch ueberlegt, wie Holperstrassen im Regen aussehen. Heute habe ich es gemerkt. Jede Pfuetze kann ein Loch sein, also drumherum fahren. Aber machmal ist die ganze Strasse eine Pfütze, dann hilft nur hindurch. Meine Füsse sind dank des Neoprensockentricks dann nach einigen Pfützen nass, aber warm gewesen.

Die Landschaft sah im Regen recht trostlos aus. Dazu kam, dass bisher die Infrastruktur wie Tankstellen und Schaschlikbrater sehr gut war, welches aber bereits hinter Odessa schlagartig nachgelassen hat.
Landesgrenzen sind Wettergrenzen. Diese alte Weisheit hat sich wieder bewahrheitet. Um so näher ich Moldawien gekommen bin um so weniger wurde der Regen.
Die Ausreise aus UA und Einreise nach MD lief wie bisher in den alten Sowjetrepubliken ab. Mit dem Pass vom Zoll zur Polizei laufen. Alles Ein- und Austragen. Fertig. Weiter. In Moldawien musste ich dann noch 12 UAH (1 EUR) Ökologieabgabe für die Durchfahrt zahlen.

Ich habe extra einen nördlicheren Grenzübergang gewählt, um wenigstens einen kleinen Eindruck von MD zu bekommen. Es sieht arm aus. Viele grosse Weinberge und verlassene ehemalige Kolchosen. Da ich aber nur ca. 45 km durch Moldawien gefahren bin, soll das kein abschliessendes Urteil sein.
Bei der Ausreise hat mich dann eine lange Schlange von wartenden Autos erwartet. Ich bin aber einfach daran vorbeigefahren und ein moldawischer Zöllner hat mich herangewunken. Pass in Empfang genommen und so für eine schnelle Abfertigung gesorgt.
Auf der rumänischen Seite das gleiche Spiel. Ein Zöllner will nur die Papiere sehen. Dann warte ich einen Moment, ein Grenzpolizist kommt, schaut sich den Pass von aussen an und das wars. So bin ich wieder in der EU. UND die STRASSEN sind besser :))

Ich bin noch bis Galati gefahren wo ein gespenstisch dampfendes Stahlwerk war. Aber wegen des Regens reichte es. Ausserdem wurde es langsam dunkel, so dass ich wieder ein Hotel gesucht und gefunden habe, wo ich auch die nassen Stiefel trocknen konnte.

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