18. Von Sochi nach Lazarevskoe

18. Tag  –  15. April 2010
Von Sochi nach Lazarevskoe 249 km
Gesamtkilometer: 6.197 km
Wartezeiten an der Grenze: RUS 1Stunde 50Minuten

Die Guniz ist die ganze Nacht Richtung Norden gefahren. Gegen 8 Uhr bin ich aufgewacht und habe am Horizont bereits die schneebedeckte Berge des Grossen Kaukasus gesehen, die direkt hinter Sochi und auf abchasischer Seite anfangen.

Als der Lotse an Bord ging, sind drei Delphine neben dem Schiff herumgesprungen. Es hat dann noch bis 10.40 Uhr gebraucht, bis wir im Hafen waren.

Leider sind wir nicht am „Meeresbahnhof“ in eindrucksvoller Sowjetarchitektur angekommen, sondern in einem praktischen Zweckbau daneben. Zuerst kam die Zollkontrolle an Bord, danach musste mein Motorrad als erstes von Bord geschoben werden, was mit Hilfe der Besatzung über die steile Rampe gelang. Erst danach durften alle anderen Passagiere in die Abfertigungshalle gehen.
Die Passkontrolle ging noch einigermassen schnell, aber dann die temporäre Zolleinfuhr des Motorrads. Es hat gedauert bis mir der (immerhin) nette Zöllner die Papiere gegeben hat mit den deutschen Worten: „Gute Reise“.

Der Meeresbahnhof liegt direkt mitten in Sochi Center. Sochi selbst ist die ganze Region an der Küste (150km) und Sochi Center ist die eigentliche namensgebende Stadt.
Ich bin ersteinmal Richtung Osten durch Sochi gefahren und auffallend war die schöne gepflegte, saubere Stadt. Bemerkenswert auch die Fahrzeuge die in und um Sochi fahren. Zwar auch viele alte Ladas und Moskvichs, aber auch die ganz grossen Fabrikate. Ich habe so viele fahrende Maybachs und Bentleys noch nicht gesehen.

Von Sochi Cneter bin ich über Adler (der Ort heisst wie der deutsche Vogel, was aber wohl aus einer kaukasischen Sprache kommt) nach Krasnaja Poljana gefahren, wo das olympische Skizentrum entsteht. Das ganze Tal ist eine einzige Baustelle. Zum einen wird eine Eisenbahnlinie gebaut. Zum anderen, die alte Strasse verbreitert und am Talende eine neue Stadt in Krasnaja Poljane und Esto Sadok hochgezogen.

Eine Seilbahn und eine Lift liefen noch auf die ab halber Höhe schneebedeckten Berge. Ebenso waren zwei Hubschrauber Plätze im Ort für Heliskiing. Man kann denken was man will. Vail in Colorado ist nicht wirklich eine Augenweide. So wird hier auch ein neues Skigebiet erschlossen. In Sochi waren 20 Grad und Palmen – 30 km weiter begann die Vegetation erst so langsam zu starten.

Krasnaja Poljana ist eine Sackgasse, so musste ich bis Sochi Center zurück, wo ich mich durch den Feierabendverkehr auf den völlig überlasteten Strassen heraus staute.

Danach ging es auf einer wunderschönen Motorradküstenstrasse bis nach Lazarevskoe, wo ich ein preiswerteres Hotel gefunden habe.

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