16. Von Kutaisi zurück zum Schwarzen Meer nach Trabzon

16. Tag- 13. April 2010
Von Kutaisi über Trabzon aufs Schwarze Meer 404 km
Gesamtkilometer: 5.948 km
Wartezeit an der Grenze: 19 Minuten – 11 Min. GEO 8 Min. TR
20 Minuten bei Polis und Zoll in Trabzon

Regen! 
Ich bin durch den auf das Hotelvordach klopfenden Regen wach geworden. So habe ich den Tag gemütlich angefangen, mit einem ruhigen Frühstück.
Am Nachbartisch war ein Deutsch sprechender Hotelgast mit dem ich ins Gespräch kam. Er arbeitet für eine Weinfelder Firma, die Umweltaudits durchführt für Firmen, die gesammelte Früchte, Pilze, Kräuter und Heilpflanzen in die EU exportieren wollen. Er arbeitet an einem Projekt in Batumi welches durch die GTZ finanziert wird. Es soll so im Kaukasus eine Perspektive eröffnet werden.
Danach habe ich mich wasserdicht angezogen und bin zuerst nach Gelati gefahren.
Nicht um Eis zu essen. Danach war mir wirklich nicht. Sondern Gelati war eine Forschungs- und Lehranstalt der georgischen Kirche. Eigentlich auch wieder ein Kloster.
Da die Regenwolken gleichmäßig grau waren, habe ich es vorgezogen sofort Richtung Westen weiter zu fahren. Jegliche andere Übung, wie ein Ausflug in die Berge, wäre wohl sinnlos gewesen.
Auf der M1 durch die flache kolchische Ebene bin ich dann bis nach Poti, wo ich wieder am Schwarzen Meer war.

Gestern hatte ich noch beide Ticketoffices der Fähre in Trabzon angerufen. Da hiess es „sewodnja da, savtra njet“ (heute ja, morgen nein). Als ich von Batumi noch einmal anrief um sicher zu gehen, hiess es wieder sewodnja da, savtra njet“. Also habe ich beschlossen trotz des Regens durchzustarten und nach Trabzon zu fahren.
Der Regn regnete, ordentlicher Wind kam auch auf, aber die Küstenstrasse in Georgien war schön. Die Strasse führte immer so 200 Meter von der Küste entlang. Immer getrennt durch Kiefernwälder. 
Später in Adscharien wurde es auch wieder bergiger und die grusinischen=georgischen Teepflanzen kamen hinzu. 
Im Gegensatz zu Poti war Batumi ein richtig netter Ort, den ich mir bei 20 Grad mehr im Sommer sehr belebt vorstellen kann.
In die Türkei zu kommen war problemlos. 
Ab der Grenze führte eine vierspurige autobahnähnliche Strasse mit einigen Tunneln bis nach Trabzon. Die Türken haben sich kein schönes Stück Küste am Schwarzen Meer gelassen. Alles betoniert und asphaltiert.
In Trabzon angekommen, habe ich sofort in der mir bekannten Strasse mein Fährticket, datiert auf den 13.4.2010 für 260 USD (60 USD für mich und 200 USD für das Motorrad) bekommen. 
Es sollte sofort losgehen. 
Im Hafen gab es dann noch die Pass und Zollkontrolle. Nachdem ich vor einigen Stunden eingereist war, musste mein Motorrad wieder ausgetragen werden. 
Aber der Laderaum war noch leer. Keine Autos oder LKWs wurden transportiert, sondern Paletten mit Tomaten und Äpfeln wurden von LKWs abgeladen und im Laderaum verstaut. 
Nach 5 LKWs war Schluss und die Überfahrt hätte beginnen können. 
Aber es hiess warten!

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