6. Tag von London nach Edinburgh

20.8.2015
Für den Zug nach Edinburgh konnten wir schon gestern keine Plätze mehr reservieren, daher sind wir heute früh wieder sehr pünktlich in unserer Jugendherberg in St. Paul’s gestartet und in der morgendlichen Rush Hour mit der U-Bahn nach King’s Cross gefahren. Immerhin sollte es an dem Zug einen Wagen „H“ geben, für den keine Reservierungen ausgegeben werden. 
Dort konnten wir am Gleis 9 3/4 ein professionelles „Harry Potter“ Foto für und mit Janina zur Fahrt nach Schottland machen und uns mit Frühstück eindecken. 
10 Minuten vor der geplanten Abfahrt wurde dann wieder das Gleis bekannt gegeben, woraufhin sich die Massen in Bewegung setzten. Wagen „H“ haben wir dann nicht wie erwartet zwischen „G“ und „J“ gefunden also haben Olaf und Janina kurzerhand vier unreservierte Plätze im nächstbesten Wagen ergattert. Wenn jemand mit Handicap gekommen wäre, hätten wir aufstehen und im Gang sitzen müssen. Der Zug war voll – und dabei fährt jede Stunde ein Zug auf dieser Strecke! 

Mit 200km/h in 4,5h nach Edinburgh. Am Ende ist der Zug wie gewünscht die landschaftlich schöne Strecke entlang der Küste gefahren – und unsere Plätze waren genau auf der richtigen Seite! 
 

Wir sind auf die Minute pünktlich in Edinburgh Waverley angekommen, in zehn Minuten zum Youth Hostel gelaufen und eingecheckt. Nachdem wir das schicke Zimmer (mit Dusche und WC!) bezogen hatten, habe wir uns auf Erkundungstour begeben. Im Hafen liegt die ausgemusterte Royal Yacht Britannia, also sind wir mit dem Bus dorthin gefahren. Leider wäre die Besichtigung sehr teuer gewesen und wir waren kurz vor Besichtigungsschluss erst vor Ort, so dass wir das Schiff nur von außen angesehen haben. Fast noch beeindruckender war aber die „Seven Navica“ mit ihrem riesigen Aufbau und Kran an Bord. Wir mussten uns nicht lange fragen, was für eine Aufgabe dies Schiff hat, laut Internet legt es Feste oder flexible Rohrleitungen in bis zu 2.000m Wassertiefe – WOW! 

Anschließend hat uns die Zeit noch für eine kleinen Spaziergang durch die Altstadt von Edinburgh gereicht. Vom Bahnhof durch die Holyrood Road zum Holyrood Castle, in dem manchmal die Queen wohnt. 
Zum Abendessen gab’s Haggis und Fish&Chips (Nudeln und Hühnchen für Annika & Pirmin…) und so gestärkt haben wir uns dann auf den Weg zum Edinburgh Military Tattoo gemacht: um Punkt neun Uhr sind zwei Kampfjets im Tiefflug über die Arena geflogen als Auftakt für eine beeindruckende Show vor beeindruckender Kulisse: Militärkapellen aus der Schweiz, China, den USA – und natürlich Schottland – haben gespielt – nicht nur Militärisches. Zwischendurch gab es nicht weniger beeindruckende Tanz- und Gesangseinlagen und zum Abschluss ein großes Finale mit ALLEN und ein Feuerwerk. 

Leider haben wir die britische Sperrstunde um 23 Uhr nicht bedacht, so dass wir den gelungenen sechsten Tag nicht mehr gemütlich beim Bier, sondern nur noch mit Wasser abschließen können. Mal sehen, wie die Nacht wird – unser Zimmer liegt direkt an einer stark befahrenen Kreuzung…

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