6.Tag 29.5.2012 von Riga nach Velikye Luki

6. Tag 29.5.2012 von Riga nach Velikye Luki

Distanz: 471 km – Gesamt:3.001 km  / Wartezeit Grenze: 90 Minuten

Erst hatte ich gehofft, dass nur die Scheiben des Hotelfenster grau sind. Aber es war draussen grau.
Regen!
Das Frühstücksbuffet war nicht ganz so üppig wie in den Vortagen. Aber dennoch ist das Tallink Hotel durchaus zu empfehlen. Die Zimmer und auch sonst das Hotel waren im skandinavischen Stil.

Beim Start mussten wir als unsere Regensachen von Anfang an herausholen. Nicht gerade schön, aber der Wetterbericht von Daugavpils im Internet verhiess Änderung. Zumindest laut Internet sollte es im Südwesten von Lettland schöner sein und zumindest Trocken.
Tatsächlich war es auch so. Bis Rezekne war das Wetter zwar nicht schön, aber es wurde zumindest trocken. An der Daugava entlang gab es immer wieder schöne landschaftliche Bilder. Ein bisschen wie kleine Seen in Skandinavien.
Die Strassen waren von unterschiedlicher Qualität. Von genial bis Holperpiste.

Dann kam der grosse Moment der Einreise nach Russland. Wie am Vorabend bereits im Orga/ Tourguide Team besprochen, war das die organisatorische Herausforderung der Reise.

Bereits als unlösbar stellte sich die Aufgabe heraus, den Krankenwagen, der uns seit Luxemburg begleitet hatte nach Russland einführen zu können. So mussten die leider bereits in Riga umdrehen.

Weiter war es erstaunlich, wie unterschiedlich EU Versicherungen arbeiten. Alle Französischen Biker hatten keine Grüne Karte für Russland. Aber auch einige der Deutschen mussten Schauen, wie sie diese bürokratische Hürde meistern.
An der Grenze stellten sich aber eigentlich die Letten als die penibleren Grenzer dar. Obwohl wir ausreisten, mussten alle Dokumente vorgezeigt werden. Die Russen dagegen waren sehr nett und hilfsbereit. Sogar eine der Zöllnerinnen kümmerte sich nur um uns, um allen nicht russischsprachigen, was die Mehrheit war, beim Ausfüllen der Zolldokumente zu helfen.
So waren wir recht schnell fertig. Bis aber die ganze Gruppe sich an der ersten russischen Tankstelle treffen konnte, dauerte es doch 1,5 Stunden.

Direkt and er Grenze hatte uns der Präsident des russischen Motorradverbandes, Alexander Lunkin, begrüsst. Eine sehr nette Geste!
Erste Amtshandlung war Tanken. Weiter dann bis Velikye Luki, wobei die Fahrt holprig und einschläfernd war. Ich hatte mit Sekundenschlaf zu kämpfen, so dass ich froh war, in Velikye Luke von einem russischen Motorradfahrer mit Fahne und Audi A8 empfangen worden zu sein, die uns dann zum Empfangsplatz am Weltkriegsdenkmal gebracht haben.
So wurden wir wieder vom Bürgermeister und Gebietschef begrüsst. Reden wurden geschwungen, patriotische Lieder geträllert, Brot und Salz gereicht. Blumen, Kränze niedergelegt.

 Übernachtet haben wir dann im Hotel Jubileynaja im sowjetrussischen Stil am Leninplatz. Ich glaube, dass einige der grossen Eurobikergruppe hier zum ersten mal mit osteuropäischen Baustil und Kultur in Kontakt gekommen sind.

Es gab Einzelzimmer, so dass ich nicht wie in den Vortagen mit Albert das Zimmer geteilt habe.

 Unsere Motorräder wurden in einem eigens abgesperrten Bereich vor dem Hotel abgestellt, wo nur wir Motorradfahrer Zutritt hatten. Ein sehr sicheres Gefühl.

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